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Unsere nächsten Veranstaltungen


HYBRID — Vortrag von Dr. Jürgen Matthäus

Gerahmte Gewalt
Private Fotoalben von Deutschen im   »Osteinsatz« und die kollektive Erinnerung  
an den Zweiten Weltkrieg
   

Montag, 14. April 2025, 18:15 Uhr 
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Hybridveranstaltung
Livestream auf YouTube

Moderation: Dr. Markus Roth, Fritz Bauer Institut

Sie liegen auf Dachböden von Wohnhäusern und auf Verkaufstischen von Flohmärkten; man kann sie im Internet kaufen und in Archiven besichtigen: Private Fotoalben sind materielle Zeugnisse, wie Deutsche den Zweiten Weltkrieg erlebten und wie sie ihn erinnert wissen wollten. Einige Alben, besonders solche mit Holocaust-Bezug, haben in Ausstellungen oder Publikationen Aufmerksamkeit erregt; dennoch hat sich die Forschung bislang nur ansatzweise mit ihnen befasst. Basierend auf der Auswertung einiger hundert Privatalben und mit Fokus auf den deutschen Vernichtungskrieg »im Osten« untersucht das Buch, was ihre Kriegserzählung ausmacht, wie sie Gewalt repräsentierten und welche Spuren ihr Bild deutscher Verbrechen und deutscher Opferschaft bis heute im Familiengedächtnis hinterlassen hat.

Dr. Jürgen Matthäus war bis März 2025 Leiter der Forschungsabteilung des United States Holocaust Memorial Museum. Er hat zahlreiche Publikationen zum Nationalsozialismus und zum Holocaust vorgelegt.

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PRÄSENZ — Buchvorstellung und Gespräch 
mit der Künstlerin Barbara Yelin

Zeugenschaft und Kunst
Vom Über- und Weiterleben Emmie Arbels  

Mittwoch, 16. April 2025, 19:00 Uhr
Deutsches Exilarchiv 1933–1945
der Deutschen Nationalbibliothek
Adickesallee 1, Frankfurt am Main

Information/Anmeldung
Veranstaltungsseite der Deutschen Nationalbibliothek
Anmeldeseite der Deutschen Nationalbibliothek
E-Mail: exilarchiv-veranstaltungen@dnb.de
Tel.: 069.1525-1987

Barbara Yelins Graphic Novel Die Farbe der Erinnerung erzählt die Geschichte Emmie Arbels. Geboren 1937 in Den Haag, wird sie mit ihrer jüdischen Familie 1942 von den Nazis deportiert. Sie überlebt als Kind die Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen. Als der Krieg vorbei ist, ist sie acht Jahre alt. Ihre Brüder haben überlebt, ihre Eltern und Großeltern sind ermordet worden. Die vermeintliche Rettung durch eine niederländische Pflegefamilie stellt sich als neuer Leidensweg für das traumatisierte Kind heraus. 1949 wandert die Familie nach Israel aus. Im Kibbuz fühlt sich Emmie isoliert. Immer wieder reist sie nach Deutschland, um als Zeitzeugin zu sprechen. Barbara Yelin ließ sich ihre Geschichte erzählen. Mit Bild und Schrift schafft sie eine Form der Erinnerungsliteratur, die zugleich eine Reflexion über das Erinnern selbst ist. Eine kürzere Fassung der Graphic Novel ist auch veröffentlicht in Aber ich lebe.

Barbara Yelin ist Comic-Künstlerin. 2015 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur, 2016 den Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin. Sie ist Mitinitiatorin des Onlineprojekts »Wie geht es dir? Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus«.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Historischen Museum Frankfurt und dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung:
Zeitzeugenschaft? Ein Erinnerungslabor
Ende der Zeitzeugenschaft?
Donnerstag, 19. September 2024 bis Sonntag, 4. Mai 2025
Historisches Museum Frankfurt, Saalhof 1, Frankfurt am Main
Dienstag bis Sonntag: 11:00–18:00 Uhr, montags geschlossen
Eintritt: € 8,– / ermäßigt: € 4,– / bis 18 Jahre: frei
Die Wanderausstellung »Ende der Zeitzeugenschaft?« wurde vom Jüdischen Museum Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg erarbeitet. Die Frankfurter Adaption ist in Zusammenarbeit des Historischen Museums Frankfurt mit dem Fritz Bauer Institut entstanden.

Zum Thema Zeitzeugenschaft zeigt das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek aktuell die Ausstellung:
Frag nach! Digitale interaktive Interviews mit
Inge Auerbacher und Kurt S. Maier
Deutsche Nationalbibliothek, Adickesallee 1, Frankfurt am Main
Montag bis Freitag: 9:00–21:30 Uhr, Samstag: 10:00–17:30 Uhr
An Sonn- und Feiertagen geschlossen, Eintritt frei

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Öffentliche Führung

Norbert Wollheim Memorial
und IG Farben-Haus
 

Samstag, 19. April 2025, 15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit,
NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
Wollheim-Memorial

Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

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Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes
HYBRID — Vortrag von Prof. Dr. Dan Diner

Ein anderer Krieg
Das jüdische Palästina und der Zweite Weltkrieg  1935–1942 

Mittwoch, 23. April 2025, 18:15 Uhr 
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Hybridveranstaltung
Livestream auf YouTube

Dieses Buch erzählt die Anatomie des Zweiten Weltkriegs aus einer ungewohnten Perspektive: Im Zentrum des Geschehens steht das jüdische Palästina, gelegen am Schnittpunkt der europäisch-kontinentalen und außereuropäisch-kolonialen Wahrnehmung. Die Verschränkung zweier ganz unterschiedlicher Kriege – des Zweiten Weltkriegs und des Kampfs um Palästina – konstruiert das Drama der Erzählung und durchzieht als roter Faden das Buch. Es entsteht eine bislang wenig beachtete Sicht auf das Großereignis des Zweiten Weltkriegs.

Prof. Dr. Dan Diner ist Historiker und Jurist. Bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Moderne Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und am Historischen Seminar der Universität Leipzig. Zudem war er bis 2014 Direktor des Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig.

Dan Diner, Ein anderer Krieg
Das jüdische Palästina und der Zweite Weltkrieg 1935–1942
München: Deutsche Verlags-Anstalt, 2021
ISBN: 978-3-421-05406-7, 352 S., € 34,–
Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main

Telefon: 069.798 322-40
info@fritz-bauer-institut.de
Website des Fritz Bauer Instituts

Social-Media Angebote des Instituts:
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So finden Sie uns auf dem Campus Westend der Goethe-Universität:
Lageplan Fritz Bauer Institut

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Veranstaltungsprogramm
April bis Juli 2025
Programmheft (pdf-
Datei)
      

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Ausschreibung für 
hessische Lehrkräfte:

Abordnung an das
Fritz Bauer Institut  


Abordnung des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen an das Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main im Umfang einer halben Stelle, für 
den Zeitraum vom 1. August 2025 
bis 31. Juli 2026 (mit Option auf Verlängerung).
Bewerbungsschluss: 30. April 2025

Arbeitsbereich »Vermittlung und Transfer« am Fritz Bauer Institut
Link zur Stellenausschreibung
    
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Neu erschienen:
   


Alexander Zinn
Maintöchter
Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle in Frankfurt am Main 1933–1994
Göttingen: Wallstein Verlag, 2025
420 S., 6 Abb., Hardcover, € 42,–
EAN 9783835357198
Weitere Informationen
   


Joscha Döpp
Von Babyn Jar nach Darmstadt
Der SS-Sonderkommandoführer
Kuno Callsen vor Gericht
Göttingen: Wallstein Verlag, 2024,
167 S., 2 Abb., Broschur,
€ 18,–
EAN 9783835357181
Weitere Informationen
   

Marco De Paolis, Paolo Pezzino
Monte Sole Marzabotto
Deutsche Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg
Göttingen: Wallstein Verlag, 2024
194 S., 6 Abb., Hardcover, € 32,–
EAN 9783835357150
Weitere Informationen
  


Oliver Rathkolb, Bertrand Perz, Sybille Steinbacher (Hrsg.)
Die Porr AG und ihre Tochter-unternehmen in der NS-Zeit
Berlin: Metropol Verlag, 2025,
407 S., 60 Abb., € 24,–
EAN 9783863317836
Weitere Informatione